Archiv der Kategorie 'linie206'

5.August: Räumung des Linienhofes verhindern!

Der Linienhof ist einer der letzten „Freiräume“ in Berlin- Mitte. Das Projekt existiert seit 1991 und wurde von mehreren linken Gruppen zu verschiedenen Zwecken genutzt. Seit vielen Jahren befinden sich dort vor allem selbstverwaltete, offene Werkstätten. Vor drei Jahren wurde das Gelände von einer „Bauherrengemeinschaft“ erworben, die sich dort ein Wohnhaus bauen wollen, ein sog. „Mehrgenerationenprojekt“. Diese Gruppe setzt sich zusammen aus der künstlerischen Direktorin der Kulturstiftung des Bundes Hortensia Völckers, dem freien Journalisten und Globalisierungskritiker Mathias Greffrath und der „alternativen“ Architektin Anne Lampen. Diese Baugruppe wusste von Anfang an, um was für ein Gelände bzw. Projekt es sich handelt und will dieses nun zerstören. Am 22.07. erreichte die Nutzer_innen eine „höfliche“ Räumungsankündigung. Am 3.08. um 8:00 Uhr will Herr Greffrath das Gelände mit einer Baufirma betreten und am 5.08. mit den „Erdarbeiten“ beginnen. Bis dahin solle der Hof leergeräumt sein, sonst würde es teuer. Wir haben natürlich nicht vor „das Gelände“ einfach so zu verlassen und so einen der „letzten Freiräume“ in Mitte aufzugeben. Deswegen laden wir euch ein am Sonntag den 31.7. um 18 Uhr zu einem InfoTreffen im Linienhof, um die Strategie für Dienstag und Donnerstag gemeinsam zu besprechen.

LINIENHOF BLEIBT!!

Linienhof
Kleine Rosenthalerstraße 9/10
Berlin Mitte

Kontakt und Infos: alle-infos@web.de
015787277057

oder für direkte Nachfragen bei der Baugruppe:
Mathias Greffrath, Oranienstr. 173

via wba

15.Mai: „20 Jahre Berliner Linie“

In diesem Monat jährt sich die Besetzung der Linienstraße 206 zum zwanzigsten Mal. Das muß gefeiert werden und zwar mit einem rauschenden Outdoor-Straßenfest mit Bühnenprogramm, Infoständen, Bespaßungseinrichtungen, Kaffee, Kuchen, Vokü, Filmen, Siebdruckworkshop, Umsonstflohmarkt und einer mobilen Häuserausstellung! Das ganze steigt am Samstag, den 15.5. ab 14:00 in der Kleinen Rosenthaler Straße. Das ist die zwischen dem Haus und dem Garnisonsfriedhof (ehemals Totengasse…). Kommt alle vorbei und stoßt mit uns auf die nächsten 20 Jahre an!!!!
Am nächsten Morgen, also am Sonntag, veranstalten die North East Antifascists ab 12:00 einen nahrhaften Kiez-Brunch. Wenn die Sonne scheint, findet das bei der Hütte auf dem Teuteburger Platz statt, bei Wind & Wetter hingegen in den Räumen des Subversiv e.V.
linie206

Brunnenstraße 183 geräumt – Hausprojekte kriminalisiert

„Am Dienstag, den 24.11. räumte ein Großaufgebot der Berliner Polizei das Hausprojekt in der Brunnenstraße 183. Weil der Gerichtsvollzieher die Räumungsbescheide angeblich nicht zustellen konnte, traf die rechtswidrige Räumung die BewohnerInnen fast völlig unvorbereitet. Daher bekam die Polizei kaum Gegenwehr zu spüren.

Das Vorgehen gegen die Brunnen 183 fällt in einen Zeitraum massiver medialer Stimmungsmache gegen Berliner Hausprojekte. Eine Woche vor der Räumung brach die Polizei brutal in die Liebigstraße 14 sowie 34 ein, um im Sinne der in der Nacht zuvor erfolgten Festnahme des vermeintlichen Brandstifters Tobias Beweise sicherzustellen. Dabei wurden BewohnerInnen körperlich angegriffen oder in Räume eingesperrt. In der Liebigstraße 14 versuchten Beamte darüber hinaus, den Kamin unbrauchbar zu machen.
Obwohl keine Beweismittel gefunden wurden und Tobias nichts nachgewiesen ist, forderte die Blut- und Spermapresse sofort die Vernichtung der angeblichen „Terrornester“ Liebig 14 und Brunnen 183, der einzigen Häuser in Berlin also, für deren Räumung zumindest aus Sicht von Polizei und Justiz halbwegs hinreichende rechtliche Vorraussetzungen geschaffen sind. Zumindest zum Teil erfüllte nun die Berliner Polizei die Forderungen der Springerpresse.

Obwohl die Brunnenstraße 183 in Berlin ein sehr umstrittenes Projekt war, bieten die seit der Räumung laufenden Solidaritätsaktionen einen Vorgeschmack auf das, was im Falle einer weiteren Räumung passieren wird. So gab es an drei aufeinanderfolgenden Tagen Demonstrationen, zu deren Repression die Polizei massenhaft Kräfte aus Sachsen und Brandenburg anfordern mußte. Nachts gab es Brandanschläge, Straßenbarrikaden und zahlreiche Scheiben gingen zu Bruch. Zu solidarischen Aktionen kam es außerdem u.a. in Bremen, Potsdam, Wien und Hamburg. Darüber hinaus ruft die Kampagne wir bleiben alle! zum Aktionsmonat auf.

Es scheint, als hätte sich die Polizei durch den wachsenden medialen Druck dazu gezwungen gesehen, eine Eskalation einzuleiten. Bisher fielen die Behörden vor allem durch Planlosigkeit auf. Drei Häftlinge, gegen die wegen brennenden Autos ermittelt wurde und wird, mußten nach monatelanger Untersuchungshaft freigelassen werden. Die Verantwortlichen bekunden selbstverständlich nun kein Bedauern darüber, daß aufgrund ihres blinden Aktionismus irgendwelche Leute willkürlich für ein halbes Jahr weggeknastet werden, sondern darüber, zu blöd zu sein, ihnen etwas anzuhängen. Deshalb wird auf Hochtouren gearbeitet. Dabei kommen Machwerke heraus wie die sichtlich hektisch zusammengeschusterte Broschüre zu „linksextremer Gewalt“ des Berliner Verfassungschutzes. Daß neben denen, die der VS als „linksextremistisch“ und „gewaltbereit“ einstuft, auch noch ein Großteil der Bevölkerung daran interessiert sein könnte, das Investitionsklima in ihren Bezirken mittels Sachbeschädigungen abzudämpfen, nämlich alle, die von der rasanten Gentrifizierung der Innenstadtbezirke betroffen sind, die ihre Wohnungen verlieren weil Investoren sie in Eigentum umwandeln oder die sich einfach die Miete nicht mehr leisten können, weil Neubauprojekte für Bestensverdienende den Mietspiegel verderben, ist Verfassungsschutz, Polizei und Presse völlig egal.

Mit dem Einmarsch in die Liebig 14, die Liebig 34 und schließlich die Brunnen 183 hat die Polizei nun die bürgerliche und vor allem die Boulevardpresse als Verbündete in der Kriminalisierung von alternativen und linksradikalen Wohnstrukturen gewonnen. Dabei wird gelogen daß sich die Balken biegen, aber egal. In einer lächerlichen Zusammenstellung der Projekte, die er offenbar gern als nächstes plattgemacht haben möchte, listet der Berliner Kurier auch die Linenstraße 206 auf. Daß in dem Artikel kaum eine Silbe Sinn ergibt und bei mehreren der abgebildeten Häuser nicht einmal die Adressen stimmen, ja nicht einmal der Name des letzte Woche Verhafteten richtig abgeschrieben werden kann, wirft ein Licht darauf, mit welcher Aufregung und welcher Ignoranz hier Stimmung gemacht werden soll. Den Apologeten der profitorientierten Stadtumstrukturierung kanns Recht sein, werden doch mit den verbliebenen Berliner Hausprojekten in der Regel gut organisierte Hausgemeinschaften kriminalisiert, die am ehesten in der Lage sind, sich gegen Repressalien durch Vermieter und Hausverwaltungen zur Wehr zu setzen. Der Teil der Leserschaft der Bumsblätter von Berliner Verlag und Springer, der selbst von Gentrifizierungsprozessen betroffen ist, kann ja durch die laufende Kampagne gegen vermeintliche „Terrornester“ vielleicht erfolgreich davon abgelenkt werden.“

via http://linie206.blogsport.de


Berliner Kurier-Qualitätsjournalismus: Die berühmte Brunnenstraße 190 mit einer 17er-WG. Oder wars doch die Brunnenstraße 17 mit 190 Bewohner_innen…

streetart-action-monat #1

auf indymedia gibt es fotos von den ersten ergebnissen des streetart-action-monats. es handelt sich dabei v.a. um transparente rund um den rosenthaler platz die immer das gleiche fordern:
linienstraße 206 bleibt!
linie-kind

Linie206 bleibt! Häuserdemo am 26.9.2008.

das video zur demo:

linie206-demo

nach der köpi-soli-wand gibts nun in der brunnenstraße7 eine linienstraße206-soliwand. anlaß ist der stress mit den neuen hauseigentümern und deshalb gibts am freitag auch eine demo: 26.9. – 17:00 rosenthaler platz – berlin
linie bleibt!

Linienstraße 206 bleibt!

nachdem die fleischerei trotz umfangreicher proteste nicht gehalten werden konnte, muß sich nun ein weiteres projekt in mitte auf den steinigen weg dem ende zu entrinnen machen: die linienstraße 206
deshalb gibts seit ein paar tagen einen blog und seit wochen infotische und aktionen. schaut mal vorbei und unterstützt die linie206!
wurtsfleischerei
soli der wurstbande für die „flesche“…