Archiv der Kategorie 'liebig14'

Liebig14 – Festival: Termine

l14demo

Demo am 30.1., 18:00 Uhr, Heinrichplatz Berlin/X-Berg Poster Flyer

Protest Parade am 6.2., 14:00 Uhr, Rigaer Str./Proskauer Str. Poster

Konzert und Party u.a. mit Guts Pie Earshot, YOK, Rebel One am 30.1. in der Galiläa Kirche Poster

Technoparty am 30.1. in der Scharni/Schnarup Thumby Flyer

Zombiparty und Konzerte, Techno, Trash in der Liebig14 am 5.2. Flyer

Soliparty und Konzerte am 6.2. im Supamolly

Mehr Material!

Liebig14-Festival: 28.1. bis 6.2.

l14

10 Tage wird es rund um das Haus Live-Konzerte, Infoveranstaltungen, Performances, Pyro, Ausstellungen, Workshops, Kabarett, Aktionen, Tanz, Lesung, Installationen, Feuertonnen, Kino, Puppenspiel, Kinderaction, Theater, Futter, Bar, Diskussion, Party und vieles mehr geben.

Genauen Zeitplant gibt’s kurz vor dem Festival hier im Web und auch als Print in der Bar deines Vertrauens.

Ihr könnt uns in aller erdenklicher Form unterstützen! Schreibt ne mail, kommt zum nächsten offenen Vorbereitungstreffen am Donnerstag dem 21.1. um 19:00, Liebig14! Geht plakatieren! Macht ne Aktion!

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STAAT.NATION.RÄUMUNG.SCHEISSE!

Brunnenstraße 183 geräumt – Hausprojekte kriminalisiert

„Am Dienstag, den 24.11. räumte ein Großaufgebot der Berliner Polizei das Hausprojekt in der Brunnenstraße 183. Weil der Gerichtsvollzieher die Räumungsbescheide angeblich nicht zustellen konnte, traf die rechtswidrige Räumung die BewohnerInnen fast völlig unvorbereitet. Daher bekam die Polizei kaum Gegenwehr zu spüren.

Das Vorgehen gegen die Brunnen 183 fällt in einen Zeitraum massiver medialer Stimmungsmache gegen Berliner Hausprojekte. Eine Woche vor der Räumung brach die Polizei brutal in die Liebigstraße 14 sowie 34 ein, um im Sinne der in der Nacht zuvor erfolgten Festnahme des vermeintlichen Brandstifters Tobias Beweise sicherzustellen. Dabei wurden BewohnerInnen körperlich angegriffen oder in Räume eingesperrt. In der Liebigstraße 14 versuchten Beamte darüber hinaus, den Kamin unbrauchbar zu machen.
Obwohl keine Beweismittel gefunden wurden und Tobias nichts nachgewiesen ist, forderte die Blut- und Spermapresse sofort die Vernichtung der angeblichen „Terrornester“ Liebig 14 und Brunnen 183, der einzigen Häuser in Berlin also, für deren Räumung zumindest aus Sicht von Polizei und Justiz halbwegs hinreichende rechtliche Vorraussetzungen geschaffen sind. Zumindest zum Teil erfüllte nun die Berliner Polizei die Forderungen der Springerpresse.

Obwohl die Brunnenstraße 183 in Berlin ein sehr umstrittenes Projekt war, bieten die seit der Räumung laufenden Solidaritätsaktionen einen Vorgeschmack auf das, was im Falle einer weiteren Räumung passieren wird. So gab es an drei aufeinanderfolgenden Tagen Demonstrationen, zu deren Repression die Polizei massenhaft Kräfte aus Sachsen und Brandenburg anfordern mußte. Nachts gab es Brandanschläge, Straßenbarrikaden und zahlreiche Scheiben gingen zu Bruch. Zu solidarischen Aktionen kam es außerdem u.a. in Bremen, Potsdam, Wien und Hamburg. Darüber hinaus ruft die Kampagne wir bleiben alle! zum Aktionsmonat auf.

Es scheint, als hätte sich die Polizei durch den wachsenden medialen Druck dazu gezwungen gesehen, eine Eskalation einzuleiten. Bisher fielen die Behörden vor allem durch Planlosigkeit auf. Drei Häftlinge, gegen die wegen brennenden Autos ermittelt wurde und wird, mußten nach monatelanger Untersuchungshaft freigelassen werden. Die Verantwortlichen bekunden selbstverständlich nun kein Bedauern darüber, daß aufgrund ihres blinden Aktionismus irgendwelche Leute willkürlich für ein halbes Jahr weggeknastet werden, sondern darüber, zu blöd zu sein, ihnen etwas anzuhängen. Deshalb wird auf Hochtouren gearbeitet. Dabei kommen Machwerke heraus wie die sichtlich hektisch zusammengeschusterte Broschüre zu „linksextremer Gewalt“ des Berliner Verfassungschutzes. Daß neben denen, die der VS als „linksextremistisch“ und „gewaltbereit“ einstuft, auch noch ein Großteil der Bevölkerung daran interessiert sein könnte, das Investitionsklima in ihren Bezirken mittels Sachbeschädigungen abzudämpfen, nämlich alle, die von der rasanten Gentrifizierung der Innenstadtbezirke betroffen sind, die ihre Wohnungen verlieren weil Investoren sie in Eigentum umwandeln oder die sich einfach die Miete nicht mehr leisten können, weil Neubauprojekte für Bestensverdienende den Mietspiegel verderben, ist Verfassungsschutz, Polizei und Presse völlig egal.

Mit dem Einmarsch in die Liebig 14, die Liebig 34 und schließlich die Brunnen 183 hat die Polizei nun die bürgerliche und vor allem die Boulevardpresse als Verbündete in der Kriminalisierung von alternativen und linksradikalen Wohnstrukturen gewonnen. Dabei wird gelogen daß sich die Balken biegen, aber egal. In einer lächerlichen Zusammenstellung der Projekte, die er offenbar gern als nächstes plattgemacht haben möchte, listet der Berliner Kurier auch die Linenstraße 206 auf. Daß in dem Artikel kaum eine Silbe Sinn ergibt und bei mehreren der abgebildeten Häuser nicht einmal die Adressen stimmen, ja nicht einmal der Name des letzte Woche Verhafteten richtig abgeschrieben werden kann, wirft ein Licht darauf, mit welcher Aufregung und welcher Ignoranz hier Stimmung gemacht werden soll. Den Apologeten der profitorientierten Stadtumstrukturierung kanns Recht sein, werden doch mit den verbliebenen Berliner Hausprojekten in der Regel gut organisierte Hausgemeinschaften kriminalisiert, die am ehesten in der Lage sind, sich gegen Repressalien durch Vermieter und Hausverwaltungen zur Wehr zu setzen. Der Teil der Leserschaft der Bumsblätter von Berliner Verlag und Springer, der selbst von Gentrifizierungsprozessen betroffen ist, kann ja durch die laufende Kampagne gegen vermeintliche „Terrornester“ vielleicht erfolgreich davon abgelenkt werden.“

via http://linie206.blogsport.de


Berliner Kurier-Qualitätsjournalismus: Die berühmte Brunnenstraße 190 mit einer 17er-WG. Oder wars doch die Brunnenstraße 17 mit 190 Bewohner_innen…

Wir bestimmen den Preis…

Räumung:

Action:

Demos wegen Räumung – Heute und Morgen

STAAT.NATION.RÄUMUNG.SCHEISSE.
mittwoch
oplatz
und auch mal wieder sprühen gehen:

Heute Demo – 21 Uhr – Bersarinplatz

Um ein deutliches Zeichen gegen die nächtliche Festnahme und die Razzien in der Liebigstraße zu setzen, wird es heute Abend eine Demonstration geben. Sie startet um 21 Uhr am Bersarinplatz in Berlin-Friedrichshain.
Per Mausklick könnt Ihr das Flugblatt und das Demo-Plakat herunterladen. Wär toll, wenn Ihr die Demo in eurem Umfeld noch bewerben könntet. Bis heute Abend!
Staat. Nation. Repression. Scheisse.
liebig14

Liebigstr. 14 steht vor Räumung

Das Berliner Wohn- und Kulturprojekt Liebig 14 (Friedrichshain) hat gestern auch den neunten und letzten Berufungsprozess um die Kündigungen seiner Mietverträge verloren. Da eine Revision ausgeschlossen wurde, sind nun alle Mietverträge des 20 Jahre alten Hausprojekts am Friedrichshainer Dorfplatz futsch. Die Eigentümer Edwin Thöne (vom Unnaer Kinderschutzbund) und Suitbert Beulker können nun das gesamte Haus räumen lassen.

Ohne überhaupt darüber zu verhandeln, bestätigte heute das Berliner Landgericht auch das letzte Räumungsurteil des Lichtenberger Amtsgerichts. Juristisch steht nun einer Räumung der von 28 Leuten bewohnten Liebigstr. 14 nun nichts mehr im Wege.

Macht Aktionen in euren Städten!
Linke Infrastruktur verteidigen!


mieterecho zur liebig 14 und dem schwarzen kanal

im aktuellen mieterecho finden sich wieder ein paar interessante artikel. u.a. je einer zur liebigstraße 14 und dem wagenplatz schwarzer kanal, die beide akut räumungsbedroht sind:

Und was sagt der Kinderschutzbund dazu?
Das Wohn- und Kulturprojekt Liebigstraße 14 in Friedrichshain ist von Räumung bedroht
Peter Nowak
In den letzten Wochen ist die Geschäftsstelle des Deutschen Kinderschutzbunds Adressat von ungewöhnlichen Postkarten geworden. Auf ihnen sind vor gepackten Umzugskartons drei Kleinkinder zu sehen. „Und was sagt der Kinderschutzbund dazu?“, wird auf der Rückseite der Postkarten gefragt. „Damit wollen wir deutlich machen, dass der Geschäftsführer des Kinderschutzbunds Unna, Edwin Thöne, für die drohende Räumung von 25 Menschen, darunter auch Kleinkinder, Verantwortung trägt“, erläutert Jonas Holst die Postkartenaktion. Er wohnt in der Liebigstraße 14 in Berlin-Friedrichshain. Das Haus ist seit 1999 im Besitz der Lila GbR, die zwei Gesellschafter hat: Edwin Thöne und Suitbert Beulker*. Letzterer dürfte als Eigentümer der Rigaer Straße 94 wegen der jahrelangen Konflikte mit den dortigen Bewohner/innen der MieterEcho-Leserschaft kein Unbekannter sein.“

20 Jahre alt und wieder von Räumung bedroht
Der Wagenplatz Schwarzer Kanal soll weichen
Von den Bewohner/innen des Wagenplatzes Schwarzer Kanal
Der Schwarze Kanal ist einer der ältesten Wagenplätze Berlins. Im Jahr 1990 siedelte er sich an der Schillingbrücke an, dort, wo sich heute die Verdi-Zentrale befindet. Seit 2002 stehen die Wagen auf dem Grundstück Michaelkirchstraße 20, aber am Ende des Jahres sollen die Bewohner/innen wegen eines Neubaus weichen.“

hier gibts alles!

Kinderschutzbund Unna kriminalisiert Liebig14

Erstmals veröffentlichte der Unnaer Kinderschutzbund eine Stellungnahme zur geplanten Räumung des Berlin-Friedrichshainer Wohn- und Kulturprojekts Liebigstr. 14 durch seinen Geschäftsführer Edwin Thöne. Dabei schlägt er sich auf die Seite der Eigentümer-Gesellschaft Lila GbR, der neben Thöne auch Suitbert Beulker angehört. Zur entwürdigenden Entmietungspraxis der Lila GbR, von der neben der Liebigstr. 14 auch die Eckkneipe „Zimt & Zunder“ (Rigaer Str. 96) betroffen ist, schweigt sich der Kinderschutzbund aus. Dagegen wirft er den Bewohner_innen „kriminelle Methoden“ vor.
Bereits am vergangenen Donnerstag beklagte sich der Kinderschutzbund – in Person von Bundesgeschäftsführerin Paula Honkanen-Schoberth – bei den Bewohner_innen der Liebigstr. 14 über deren „aggressiven Pressearbeit“. Jetzt schreibt der Unnaer Kreisverband, es würde „ein enormer Druck auf unseren Mitarbeiter Herrn Thöne als auch auf uns als Verband mit unlauteren und zum Teil kriminellen Methoden ausgeübt.“

Dass jener Herr Thöne es fertig bringt, eine ganze Hausgemeinschaft auf die Straße zu setzen, erwähnt das Papier nicht. Der Kinderschutzbund stellt lediglich fest, „dass unser Mitarbeiter Edwin Thöne als Privatperson, Mitgesellschafter der Lila GbR ist.“ Dass er in dieser Funktion im Januar 2007 seinem Partner Suitbert Beulker eine Vollmacht ausstellte, mit der dieser die Räumungsprozesse gegen das exbesetzte Haus überhaupt erst führen kann, erwähnt der Kinderschutzbund nicht. Auch nicht, dass Thöne diese Vollmacht jederzeit widerrufen könnte. Dadurch würden die Prozesse gestoppt und die Räumung wäre vorerst verhindert. Laut der Erklärung ist dies „aber Herrn Thönes Privatangelegenheit und berührt in keiner Weise seinen Aufgabenbereich als Mitarbeiter des Kinderschutzbundes.“

Wenn ein Mitarbeiter des Kindeschutzbundes „als Privatperson“ 28 Menschen mitsamt dreier Kleinkinder aus Profitinteressen ihr Zuhause nimmt, ist dies also eine „Privatangelegenheit“.

Der Kinderschutzbund macht sich als gemeinnützige Organisation, die vorgibt, sich für das Kindeswohl einzusetzen, in höchstem Maße unglaubwürdig, wenn er sich hinter einen Immobilienspekulanten stellt und sein rücksichtsloses Handeln auch noch versucht zu decken. Wenn er zudem noch die Diffamierungsstrategie der Lila GbR übernimmt, in dem er den Bewohner_innen „kriminelle Methoden“ nachsagt, macht er sich zum Helfer einer menschen- und kinderfeindlichen Entmietungspraxis.

Der Bundesverband, der sich am vergangenen Donnerstag – mit Verweis auf die „föderalen Strukturen“ des Kinderschutzbundes – versuchte, der Verantwortung zu entziehen, untersagte in einem internen Schreiben allen Orts-, Kreis- und Landesverbänden, sich zur Angelegenheit zu äußern. Der Bundesverband werde sich der Sache weiter annehmen. Ja, was denn nun, Frau Honkanen-Schoberth?

Inzwischen haben auch einige Medien das Thema aufgegriffen. So berichteten die Tageszeitung „Neues Deutschland“, die „junge Welt“ und der Berliner „Tagesspiegel“ über das Räumungsvorhaben der Lila GbR. Anders der Unnaer Regionalteil der Westfälischen Rundschau. In der Manier eines Hofberichterstatters erläutert Redakteur Jens Schopp, wie viel der arme Edwin Thöne erleiden muss. Es werde „von Seiten der Mieter ein enormer Druck“ auf ihn aufgebaut. Dabei habe er immer wieder versucht im Streit zwischen den Bewohner_innen und Beulker zu vermitteln.

Sein letztes „Vermittlungsangebot“ machte Thöne („Ich bin kein Immobilienspekulant!“) am vergangenen Freitag. Wenn die Bewohner_innen die Räumung wirklich verhindern wollten, erklärte er, könnten sie doch „einfach ausziehen“.

mehr Infos: http://liebig14.blogsport.de/

kommt zu demo:
libig-demo

und zur party:
solitechno