Archiv der Kategorie 'Brunnen183'

WBA Stellungnahme zur Brunnen183

„Nach einem intensivem Diskussionsprozess, hier jetzt die Stellungnahme zur Brunnen183:

Die WBA verurteilt das Schaffen und Aufrechterhalten von Angsträumen, patriarchalen und hierarchischen Strukturen, sexistischen (Rede-)Verhaltens, die sexualisierte und körperliche Gewalt und sexuellen Übergriffe in der Brunnenstraße 183 (in Berlin) und hat schwere Zweifel an dem Selbstverständnis des Hausprojektes. Uns ist bekannt, dass im Projekt insbesondere in der Zeit ab dem 18.06.09 sehr viele unterschiedliche Menschen gelebt haben, es jedoch auch einen festen Kern von Bewohner_innen gab, die bis zur Räumung im Haus blieben. Trotz der hohen Fluktuation gab es immer wieder Übergriffe, auf die fast keine_r der Bewohner_innen reagierte.

Umso wichtiger erscheint uns eine Reflektion insbesondere der Prozesse und Strukturen, die dazu geführt haben, dass diese Vorfälle weder innerhalb des Hauses noch innerhalb der WBA aufgearbeitet und die Betroffenen allein gelassen wurden.
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Demo: Keine Räumung ist vergessen!

5.12.

Aufruf:

Keine Räumung ist vergessen.
Wer Wind säht, wird Sturm ernten!

Am Dienstag den 24.11.2009 wurde in Berlin wieder einmal ein Haus geräumt. Die Bewohner_Innen der Brunnenstraße 183 in Berlin-Mitte wurden gewaltsam durch die Polizei aus ihrem Haus geworfen. Die Leute mussten ihr gesamtes Hab und Gut zurücklassen und saßen erstmal auf der Straße oder im Knast.

An diesem Beispiel wird einmal mehr einiges deutlich:

- Dem Senat liegt mehr an finanzkräftigen Investoren, als an den Menschen, die in Berlin leben und nicht viel Geld zur Verfügung haben (wollen). Letztere werden strukturell aus der Innenstadt verdrängt.
- Dabei wird das ansonsten ach so wichtige “Recht” gerne auch mal übergangen. Dass auch diese Räumung “illegal” war, zeigt nur allzu deutlich die Scheinheiligkeit dieser so genannten “Demokratie” auf. Ein “Rechtsstaat”, der nur den Reichen, Mächtigen und Angepassten dient, ist für uns nix wert!
- Große Teile der Presse schaffen aktuell zunehmend eine Stimmung der Ausgrenzung und Verfolgung gegenüber der linken Szene. Allen voran der Springer-Verlag, der vor nicht allzu langer Zeit forderte: “Räumt die Terror-Nester” und Namen, Adressen und Fotos von linken Aktivist_Innen und deren Angehörigen veröffentlichte.
- Allein die Kosten für den Räumungseinsatz der Polizei dürften den Preis des Hauses bei weitem übersteigen. Hinzu kommen die Ausgaben für die immer noch andauernden Solidaritäts-Aktionen, nicht nur in Berlin.

Wir sind wütend!

…und das hat sich gezeigt. Radikale Antworten auf diese Räumung gibt es in Berlin jede Nacht. Und auch an anderen Orten teilen Menschen unseren Kampf um ein selbstbestimmtes Leben. Es geht uns lange nicht nur um die Brunnenstraße, sondern um die gesamten Auswirkungen des Kapitalismus und der neoliberalen Stadtpolitik. Wer bestimmt hier eigentlich, wer wo wohnen darf?!

Wir möchten euch hiermit einladen, dieses Wochenende zur Demo zu kommen und mit uns zusammen die Wut auf die Straße zu tragen.

Es wird ein radikal heißer Winter in Berlin!

Merry Crisis And A Happy New Fear!

Eine Aktion im Rahmen des Aktionsmonat für autonome Freiräume und gegen Repression:

wba from needdedde on Vimeo.

Berlin Mitte – wir verzichten auf Kontrolle

“ Der Kiez um die Brunnenstrasse am Rosenthaler Platz, seid Tagen, Wochen, Monaten ständig überwacht durch Polizei in Zivil, verdeckt und geheim und die üblichen sichtbaren Uniformierten. Sie patrouillieren im Sekundentakt durch die Straßen, melden und dokumentieren alles was nicht in die Ordnung des autoritären Staates passt. Das was nicht als angepasst und normal gilt.
Eine Situation, welche aus vielen sogenannten „Problemkiezen“ Berlins bekannt sein dürfte. Eine Situation der Überwachung, Kontrolle und Repression. Menschen werden festgenommen und sitzen in Haft. Wie nur zu oft, ohne Beweise, nur Indizien. Sowie das Schicksal von Tobias P., der in der Nähe von zwei brennenden Autos angehalten und festgenommen wurde.
Wir haben den ersten Advent, Sonntag den 29.11.09 kurz nach 24 Uhr.
Der Ort, auf dem Gehweg vor dem geräumten Haus Brunnenstrasse 183.
Das Haus ist seit fast einer Woche leer, völlig unbewohnbar gemacht, durch staatliche Repressionsorgane der Polizei und Bauarbeiter im Auftrag des Hausbesitzers Kronawitters.

Das Haus wird Tag und Nacht von Sicherheitsfirmen überwacht. Tagsüber von der Firma Securitas. Ab 8 Uhr Abends von dem Sicherheitsdienst KST.
Als heute am 29.11.09 gegen 24 Uhr zwei junge ehemaligen Bewohner der Brunnen 183, sich ihrem alten zu Hause näherten, um einen Zeitungsartikel an den Eingang des zum Haus gehörenden Umsonstladens zu kleben, wurden sie sofort von dem in Bereitschaft stehenden Objektschützer der Firma KST tätlich angegriffen. Dieser verwendete seine Taschenlampe als Schlagstock und schlug mit dieser mehrmals auf den Arm und die Hände des einen Jugendlichen ein. Da beide kein deutsch sprechen, wurde ihnen mit der üblichen Arroganz und Missachtung begegnet. Wir sind hier in Deutschland, da wird deutsch gesprochen, war die Ansage.. Nach kurzer Zeit trafen Streifenwagen ein, die Polizisten in Zivil waren schon am Ort , schritten aber zum Zeitpunk der Tat nicht ein. Beim eintreffen der Streifenwagen liess der Angestellte der Sicherheitsfirma von den Beiden ab und versteckte sofort seine Taschenlampe. Zur Hilfe eilenden Passant_innen wurde ein Platzverweis von der Polizei erteilt. Ein Pärchen auf der gegenüberliegenden Straßenseite, welches die Szene fotografiert hat, wurde aufgefordert die Bilder zu löschen und weiter zu gehen.
Die von dem tätlichen Angriff Betroffenen, wurden von der Polizei nur belächelt und anschliessend des Platzes verwiesen.

Die beiden Jungs sind 16 Jahre, kommen aus dem Ausland und haben neben all ihren privaten Sachen auch noch ihre Ausweise und notwendige Medikamente in dem Haus.
Ihnen und allen anderen ehemaligen Bewohner_innen der Brunnen 183, wurde bis jetzt nicht die Möglichkeit gegeben, noch einmal in das Haus zu gehen, um ihre Privatsachen und Dokumente raus zu holen. Wenn sich jedoch dem Haus genähert wird, wird mit genau dieser beschriebenen Härte reagiert.

Dieser Übergriff von Kontrollwütigen und das Verhalten der staatlichen Repressionsorgane ist nur ein Beispiel mehr auf die Situation in Berlin, mit all den Formen des Widerstandes und dem Unmut der Bevölkerung umzugehen. Aber wir lassen uns nicht kontrollieren und uns unser Leben vorschreiben. Wir wollen selbst entscheiden wie unser Kiez aussieht und wo und vor allem wie wir leben wollen.

Wir wollen dass sich Polizei und Sicherheitskräfte aus unserer Nachbarschaft verziehen. Wir haben keinen bock auf eure Überwachung und Repression.

Mit wütenden Grüssen
Die Kiezbewohner_innen

Wir Bleiben Alle! – ohne Kontrolle „

via http://de.indymedia.org & http://just.blogsport.de

Brunnenstraße 183 geräumt – Hausprojekte kriminalisiert

„Am Dienstag, den 24.11. räumte ein Großaufgebot der Berliner Polizei das Hausprojekt in der Brunnenstraße 183. Weil der Gerichtsvollzieher die Räumungsbescheide angeblich nicht zustellen konnte, traf die rechtswidrige Räumung die BewohnerInnen fast völlig unvorbereitet. Daher bekam die Polizei kaum Gegenwehr zu spüren.

Das Vorgehen gegen die Brunnen 183 fällt in einen Zeitraum massiver medialer Stimmungsmache gegen Berliner Hausprojekte. Eine Woche vor der Räumung brach die Polizei brutal in die Liebigstraße 14 sowie 34 ein, um im Sinne der in der Nacht zuvor erfolgten Festnahme des vermeintlichen Brandstifters Tobias Beweise sicherzustellen. Dabei wurden BewohnerInnen körperlich angegriffen oder in Räume eingesperrt. In der Liebigstraße 14 versuchten Beamte darüber hinaus, den Kamin unbrauchbar zu machen.
Obwohl keine Beweismittel gefunden wurden und Tobias nichts nachgewiesen ist, forderte die Blut- und Spermapresse sofort die Vernichtung der angeblichen „Terrornester“ Liebig 14 und Brunnen 183, der einzigen Häuser in Berlin also, für deren Räumung zumindest aus Sicht von Polizei und Justiz halbwegs hinreichende rechtliche Vorraussetzungen geschaffen sind. Zumindest zum Teil erfüllte nun die Berliner Polizei die Forderungen der Springerpresse.

Obwohl die Brunnenstraße 183 in Berlin ein sehr umstrittenes Projekt war, bieten die seit der Räumung laufenden Solidaritätsaktionen einen Vorgeschmack auf das, was im Falle einer weiteren Räumung passieren wird. So gab es an drei aufeinanderfolgenden Tagen Demonstrationen, zu deren Repression die Polizei massenhaft Kräfte aus Sachsen und Brandenburg anfordern mußte. Nachts gab es Brandanschläge, Straßenbarrikaden und zahlreiche Scheiben gingen zu Bruch. Zu solidarischen Aktionen kam es außerdem u.a. in Bremen, Potsdam, Wien und Hamburg. Darüber hinaus ruft die Kampagne wir bleiben alle! zum Aktionsmonat auf.

Es scheint, als hätte sich die Polizei durch den wachsenden medialen Druck dazu gezwungen gesehen, eine Eskalation einzuleiten. Bisher fielen die Behörden vor allem durch Planlosigkeit auf. Drei Häftlinge, gegen die wegen brennenden Autos ermittelt wurde und wird, mußten nach monatelanger Untersuchungshaft freigelassen werden. Die Verantwortlichen bekunden selbstverständlich nun kein Bedauern darüber, daß aufgrund ihres blinden Aktionismus irgendwelche Leute willkürlich für ein halbes Jahr weggeknastet werden, sondern darüber, zu blöd zu sein, ihnen etwas anzuhängen. Deshalb wird auf Hochtouren gearbeitet. Dabei kommen Machwerke heraus wie die sichtlich hektisch zusammengeschusterte Broschüre zu „linksextremer Gewalt“ des Berliner Verfassungschutzes. Daß neben denen, die der VS als „linksextremistisch“ und „gewaltbereit“ einstuft, auch noch ein Großteil der Bevölkerung daran interessiert sein könnte, das Investitionsklima in ihren Bezirken mittels Sachbeschädigungen abzudämpfen, nämlich alle, die von der rasanten Gentrifizierung der Innenstadtbezirke betroffen sind, die ihre Wohnungen verlieren weil Investoren sie in Eigentum umwandeln oder die sich einfach die Miete nicht mehr leisten können, weil Neubauprojekte für Bestensverdienende den Mietspiegel verderben, ist Verfassungsschutz, Polizei und Presse völlig egal.

Mit dem Einmarsch in die Liebig 14, die Liebig 34 und schließlich die Brunnen 183 hat die Polizei nun die bürgerliche und vor allem die Boulevardpresse als Verbündete in der Kriminalisierung von alternativen und linksradikalen Wohnstrukturen gewonnen. Dabei wird gelogen daß sich die Balken biegen, aber egal. In einer lächerlichen Zusammenstellung der Projekte, die er offenbar gern als nächstes plattgemacht haben möchte, listet der Berliner Kurier auch die Linenstraße 206 auf. Daß in dem Artikel kaum eine Silbe Sinn ergibt und bei mehreren der abgebildeten Häuser nicht einmal die Adressen stimmen, ja nicht einmal der Name des letzte Woche Verhafteten richtig abgeschrieben werden kann, wirft ein Licht darauf, mit welcher Aufregung und welcher Ignoranz hier Stimmung gemacht werden soll. Den Apologeten der profitorientierten Stadtumstrukturierung kanns Recht sein, werden doch mit den verbliebenen Berliner Hausprojekten in der Regel gut organisierte Hausgemeinschaften kriminalisiert, die am ehesten in der Lage sind, sich gegen Repressalien durch Vermieter und Hausverwaltungen zur Wehr zu setzen. Der Teil der Leserschaft der Bumsblätter von Berliner Verlag und Springer, der selbst von Gentrifizierungsprozessen betroffen ist, kann ja durch die laufende Kampagne gegen vermeintliche „Terrornester“ vielleicht erfolgreich davon abgelenkt werden.“

via http://linie206.blogsport.de


Berliner Kurier-Qualitätsjournalismus: Die berühmte Brunnenstraße 190 mit einer 17er-WG. Oder wars doch die Brunnenstraße 17 mit 190 Bewohner_innen…

Heute: Demos wg. Brunnenstr. 183 und Smash Homophobia!

Smash Homophobia!
Keine Bühne für homophobe Mord-Propaganda!
Kein Sizzla-Konzert am 26.11.2009 in Berlin!
Demonstration:
26. November, 18.30 Uhr, S-Bhf. Schönhauser Allee

Infos: http://smashhomophobia.blogsport.de/

Ihr habt den Termin bestimmt.
WIR BESTIMMEN DEN PREIS!
BRUNNEN 183 FIGHTS BACK!
Demonstration:
26.November, 20.00 Uhr, Oranienplatz (Kreuzberg)
oplatz
Infos: http://wba.blogsport.de/
STAAT.NATION.RÄUMUNG.SCHEISSE.

Wir bestimmen den Preis…

Räumung:

Action:

Demos wegen Räumung – Heute und Morgen

STAAT.NATION.RÄUMUNG.SCHEISSE.
mittwoch
oplatz
und auch mal wieder sprühen gehen:

Heute, 20 Uhr: Demo!

Am Mittwoch Abend um 20 Uhr findet anläßlich der Räumung der Brunnenstr. 183 eine Demonstration statt. Sie startet am Kollwitzplatz in Prenzlauer Berg.

Zeigt Euch solidarisch! Es geht nicht „nur“ um den Verlust eines weiteren subkulturellen Freiraums; beim Streit um die Brunnenstr. 183 geht es – wie auch bei der Liebigstr. 14 – exemplarisch um die Frage, wem die Stadt gehört.
Zeigen wir, was wir von der kapitalistischen Stadtumstrukturierung des rot-roten Senats halten! Zeigen wir, was wir davon halten, dass das Profitinteresse einzelner höher bewertet wird als das kollektive Interesse von vielen!

Kommt raus auf die Straßen!

via liebig14 und wba.

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außerdem:
Brunnenstr. 183 bei Spiegel TV – Mitte des Jahres:

Brunnenstr. 183 bei Spiegel TV – Heute Nachmittag:
http://www.spiegel.de/video/video-1033514.html

Brunnenstr. 183 bei Spiegel TV – Heute Abend:
http://www.spiegel.de/video/video-1033514.html

Fuck you Spiegel TV!!!

staat. nation. räumung. scheisse.

die für heute morgen befürchtete räumung der brunnenstr. 183 bleibt offensichtlich aus. zunächst hatte es einigen wirbel gegeben, als kurz nach 5 uhr mehrere wannen in der brunnenstr. auftauchten und angebliches barrikadenmaterial einsammelten. als die cops dann auch noch 4 aktivisten festnahmen, standen die zeichen für einige zeit auf rot. kurze zeit später allerdings wurden die festgenommenen wieder freigelassen, die cops setzten ihr helme ab und zogen sich schließlich in eine seitenstraße zurück. 150-200 unterstützer_innen hatten sich dann vor dem haus und im angrenzenden park versammelt und auch im haus selber waren natürlich viele bewohner_innen an den fenstern. kurz nach 7 uhr – dem vor tagen angekündigten räumngszeitpunkt – tauchten dann 2 cops und 2 bezirkspolitiker auf und versicherten, das heute und „in den nächsten tagen“ nicht geräumt wird. offensichtlich haben die besetzungen in den vergangenen tagen, die vielen anderen aktionen und die bildungsproteste gestern den verantwortlichen gezeigt, das es gerade jetzt nicht die beste idee ist zu räumen.
aktuelle infos zu den actionweeks gibt es beim ticker.
zusammen kämpfen!