Archiv der Kategorie 'allgemein'

Potsdam, Bremen, Berlin: KEIN TAG FÜR DEUTSCHLAND!

Potsdam:

30.09.2010, 19 Uhr im Waschaus Potsdam (Schiffbauergasse 6)
Lesung mit Rainer Trampert und Thomas Ebermann. Eine satirische Führung durch 20 Jahre Deutsche Einheit.

Rainer Trampert und Thomas Ebermann werden an diesem Abend satirische Stücke aus ihrer über 10-jährigen Sammlung vortragen, die auf den „Deutschlandtag“am 3. Oktober zugeschnitten sind. Es wird über deutsche Flaggenparaden zu Weltmeisterschaften, Richard Wagners Oper „Die Meistersinger“, die Biografie von „Hanns-Martin Schleyer“, den Anschluss Helgolands an die Bundesrepublik, um die Enthüllung, worüber Schröder, Chirac und Putin damals bei ihrem Spaziergang durch Kaliningrad sprachen u.v.m. gehen.

Nach der Kritik „haben Trampert und Ebermann brillanten, an Marx geschulten Humor“, bei dem auch noch „vor jeder Pointe eine ernsthafte Analyse steht“ (taz). Mancherorts hatten sie „einem Teil des Publikums derart zugesetzt, dass ihnen schon zur Pause der Kopf rauchte“ (Hamburger Morgenpost). „Was das Duo präsentiert, hat den Charakter einer dialogischen Lesung, bei der die Sätze und Satzteile ineinander greifen – eine wirkungsvolle und unbestechliche Montagetechnik.“ Nur „Die Frage, wie Deutschland den Sprung in die Zukunft schafft, blieb eher offen“, kritisierte die Rheinische Post. Das ist wieder zu befürchten, weil beide die Vorsätze pflegen, dem Zeitgeist die Arglosigkeit zu nehmen, ohne sich das Denken durch politischen Pragmatismus verkleistern zu lassen.

01.10.2010, 19.00 Uhr im Waschaus Potsdam (Schiffbauergasse 6)
Mad in Germany – Multimediavortrag von der TOP Berlin Beweismittel gegen Deutschland

20 Uhr live: Egotronic, The T.C.H.I.K dj: Mr. Ties, Scheckkartenpunk u.w. auf 2 Floors

Zum Vortrag der TOP Berlin:
Vergangenheit bewältigt, Papst geworden, Lena erfunden, Exportweltmeister der Herzen – und jetzt sind sogar die Neudeutschen schwarz-rot-geil! So viel friedlich war nie! Nur „die Autonomen“ sind wieder mal dagegen, verbrennen Fahnen und erzählen was von „Ausgrenzung“, während Sami und Mesut für Schland punkten. Spinnen die?!
Könnte man meinen. Die Nation ist zwar ein großer Mist, aber ihre Kritik alles andere als einfach. Deutschland ist eben nicht nur eine „Konstruktion“, und auch nicht erst dann scheiße, wenn es rassistisch wird. Wir haben mal alle wesentlichen Argumente gesammelt, und 200 Stunden deutsche Ideologie aus Funk und Fernsehen durchforstet. Das alles präsentieren wir als multimedialen Farbanschlag. Außerdem letzte Informationen aus Bremen zum Stand der antinationalen Mobilisierung gegen den ‘Tag der deutschen Einheit’, und Bustickets zur Demo am 2.10.

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Bremen:

01. Oktober, 2o.oo Uhr im Kulturzentrum Lagerhaus (Schildstr.12-19)
„Wie normal ist Deutschland?“ Podiumsveranstaltung zur Kritik der Identifikation mit der Nation.

Das Wochenende in Bremen beginnt mit einem Diskussionsabend zur Gretchenfrage: „Wie normal ist Deutschland?“. Mit Thomas Ebermann (konkret), Ted Gaier (Goldene Zitronen), Denis Yücel (Journalist, angefragt) „…ums Ganze!“ und weiteren illustren Gästen… Moderiert von der Basisgruppe Antifa (Bremen)

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Initiative Bremen (RLI)

02. Oktober, 16.3o Uhr, Hauptbahnhof Bremen
Bundesweite Demonstration

Bundesweite Demonstration gegen die Einheitsfeierlichkeiten am 3. Oktober!

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Berlin:

02. Oktober, 23:59 Uhr im ://about blank (Markgrafendamm 24c, S-Ostkreuz)
Deutscher Herbst. Antinationale Soireé mit BummBumm, Screenings, Kunst und Anti-Deutschland-Dingdong.

Alle, die nicht mit nach Bremen fahren, können ihr schlechtes Gewissen in gepflegtem Ambiente und mit hochkarätiger Musik im ://about blank beruhigen, und so das Aktionswochenende gegen die Nation supporten. Serviert wird das Ganze von ://about blank in Kooperation mit TOP B3rlin.

antifa graffiti action leipzig/germany


antifa graffiti action leipzig/germany
Hochgeladen von blume2010. – Sieh mehr Sport und Extremsport Videos.

BREMEN: KEIN TAG FÜR DEUTSCHLAND!

bremen 3.oktober

18.09. Komische Christen kuscheln

Das Bündnis für urbane Mobilbeschallung meldet:

„Meine lieben Freunde der rhythmisch bewegten Meinungsäußerung!

Am kommenden Samstag ziehen fundmentalistische Christen durch unsere Straßen um gegen Abtreibung zu demonstrieren. Unterstützt z.B. von Ursula von der Leyen und Christian Wulff. Ihre Argumentation: Befruchtete Eizellen sind auch Menschen und wenn die Deutschen nicht abtreiben dürfen, dann kriegen sie viel mehr Kinder und dann geht das Abendland nicht unter hat der liebe Gott gesagt. (Offizielle Seite der Abtreibungsgegnerdemo: Link)
Hmm. Hab keine Ahnung wer die Deutschen sind. Und warum sind die in Gefahr? Und was hat die Abtreibung damit zu tun? Und wer ist dieser Herr Gott der ihnen das alles erzählt hat? Und sind schwangere Frauen auch Menschen?
Wir verstehen das alles nicht und deshalb schauen wir mal vorbei, vielleicht erkären sie uns das. Vielleicht hilft es auch sie Stimmung ein wenig aufzulockern, mit Konfetti zu werfen, ein Tänzchen zu wagen und die Christen zu knuddeln und zu knutschen. Vielleicht können wir sie missionieren mit unserem Spass am leben und mit unseren geilen Ärschen zur Freiheit verführen!

Das B.U.M.S. wird das Ganze mit mindestens 3 mobilen Soundsystemen unterstützen.

Kommt in Massen!
Schreibt auf eure Schilder wie geil wir sind!
Samstag, 18.9.
Treffpunkt 12 Uhr Jannowitzbrücke
Dann wandern wir zum Neptunbrunnen

Kommt bunt!“

Außerdem:
christen

Was geschah mit Stanley Chima?

Wiedermal ein Toter bei eine Polizeiaktion in Berlin und wiedermal läßt die ofizielle Version viele Fragen offen:

Deutsch-Nigerianer starb in Britz nach Polizeikontrolle

»Mann flüchtet bei Verkehrskontrolle und bricht leblos zusammen« lautet die Überschrift einer Polizeimeldung zum Tod von Stanley Chima. Der 39-jährige Deutsch-Nigerianer wurde am vergangenen Sonntag in Britz von einer Zivilstreife gestellt, weil er am Steuer mit einem Handy telefoniert habe. Als die beiden Polizisten die von ihm gemachten Angaben überprüft hätten, sei er »unvermittelt und ohne ersichtlichen Grund geflüchtet«, heißt es in dem Bericht.

Zweifel an der Polizeiversion hegt die Frau, mit der Stanley Chima telefoniert hat. Um 23.16 Uhr habe das Gespräch begonnen, berichtet sie gegenüber Mitgliedern der afrikanischen Community. Nur wenige Minuten später ereignete sich die Kontrolle, deren Beginn sie am Telefon noch mitgehört habe. Sie berichtet von einem Streitgespräch, das die Polizisten in einem aggressiven Ton geführt hätten. Unbestritten ist, dass Chima ohne gültige Fahrerlaubnis mit einem Mitsubishi unterwegs war, der auf den Namen seiner Ehefrau zugelassen war. Chima habe widersprochen, als ihm unterstellt wurde, dass der Wagen geklaut sei. Dann eskalierte der Streit offenbar und die Verbindung brach mit einem lauten Knirschen ab.

»Als seine Bekannte nochmals versuchte anzurufen, war das Handy ausgeschaltet. Später war es dann wieder eingeschaltet, aber niemand nahm mehr ab«, berichtet Mbolo Yufani, ein Aktivist der afrikanischen Community gegenüber ND. Er sprach mit der Frau, die über das Schicksal von Stanley Chima erst am Montag erfahren hat. »Wir haben viele Fragen und wollen wissen, was dort wirklich passiert ist«, sagt Yufani. So habe Chima am Telefon berichtet, gerade zu tanken. Der Ort der Kontrolle wird in dem Polizeibericht aber etwa hundert Meter von einer Araltankstelle entfernt angegeben, an einer Bushaltestelle Britzer Damm Ecke Mohriner Allee. Niemand kann sich erklären, warum er geflüchtet sein soll. Auch Benedikt Lux (Grüne) will sich dafür einsetzen, dass der Hergang dieser tödlichen Polizeikontrolle rekonstruiert wird.

Mysteriös bleibt weiterhin, dass Stanley Chima erst kurz nach Mitternacht in einem Durchgangsweg zwischen Buckower Damm und Schlosserweg von einer 54-Jährigen leblos gefunden wurde. Das ist zwei Bushaltestellen weiter stadtauswärts. Der Polizeibericht gibt keine Auskunft darüber, was die Polizisten nach Chimas Flucht unternommen haben. Zwar ist der Buckower Damm auf dem Mittelstreifen mit Eichen bepflanzt, aber er ist dennoch eine breite und übersichtliche Straße. Auch wenn es dunkel war, dürfte es schwer sein, unerkannt davonzulaufen.

Eine halbe Stunde nach Mitternacht hat ein Notarzt den Tod festgestellt. Eine vorläufige Obduktion hat ergeben, dass Stanley Chima an Herzversagen gestorben ist. Der 39-Jährige hinterlässt seine Ehefrau und zwei Kinder.“

Von Stefan Otto – ND vom 04.September

Rainald Grebe übern Prenzlauer Berg

„Die Mieten sind bezahlbar, denn ich kann sie mir ja leisten!“

Das Richtige im Falschen !?!

Lesungen, Fest und Party an 2 Tagen

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Die Berliner Kollektive
://about blank // Backstube // Babylonia // Fahrwerk // Hinkelsteindruck // image-shift // Jungle World // Kraut und Rüben // Kreuzberger Taxi-Genossenschaft // Meuterei // Morgenrot // Oktoberdruck // Praxis-Kollektiv // Regenbogenfabrik // Schnittstelle // Schwarze Risse // Syndikat // Tante Horst und viele andere laden euch ein…

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Berliner Kollektivbetriebe sind ein Versuch, sich alltäglich gemeinsam ökonomisch zu organisieren, mit der Idee, das soziale, Leben in den Vordergrund zu stellen und die Arbeit nicht in erster Linie an Leistung und Profit auszurichten. Irgendwo zwischen Aneignung von Produktionsmitteln und Selbstausbeutung, Emanzipation und Prekarität stellt sich die Frage: Sind Kollektive vielleicht ein Schatzkästchen für die Tage vor dem Morgen nach dem real existierenden Kapitalismus?

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10.09 Freitag

20 Uhr Lesung von Arndt neumann dem autor von «Kleine Geile Firmen:
Alternativprojekte zwischen Revolte und Management»

»Wir leben anders! Wir arbeiten mehr als je zuvor, schaffen bis zu 14 Stunden am Tag, und die Arbeit macht uns bei weitem nicht so kaputt wie die ›nur‹ acht Stunden vorher im Betrieb. Das liegt ganz eindeutig daran, dass uns der Sinn der Arbeit klar ist, dass die weit weniger entfremdet ist.« 1976 veröffentlicht die Arbeiterselbsthilfe Frankfurt dieses Selbstverständnis. Wie viele andere Alternativprojekte dieser Zeit sah sie im selbstbestimmten und kollektiven Arbeiten einen Gegenentwurf zu der Unterordnung in Fabriken und Büros. Ob Landkommunen oder Druckereikollektive, Naturkostläden oder Alternativzeitungen:
Durch alltägliche Veränderung sollte die kapitalistische Gesellschaft überwunden werden.

»Wir leben anders!…« 2001 stellt der Trendforscher Matthias Horx das gleiche Zitat dem Managementbuch Smart Capitalism. Das Ende der Ausbeutung voran. Mit der New Economy habe sich eine neue Form des Arbeitens durchgesetzt.
Autonomie und unternehmerisches Denken seien kein Widerspruch mehr. Innerhalb von wenigen Jahrzehnten hat sich die Bedeutung von Autonomie grundlegend gewandelt. Sind die Erfahrungen der Alternativbewegung auch heute noch ein unverzichtbarer Bestandteil emanzipatorischer Bestrebungen? Was bedeutet es heute, für autonomes und selbstbestimmtes Arbeiten einzutreten? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Buches.

Meuterei Reichenberger Str. 58 // Kreuzberg // www.meuterei.tk

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11.09 Samstag

ab16 Uhr Kaffee & Kuchen & Köstlichkeiten aus der Bäckerei, mit Bowle und einem Standard-Tanzkurs

ab 19 Uhr Alley Cat (Fahrradrennen)

19 bis 22 Uhr Musik im Garten Standard-Tanz, aufgelegt von final_girl // Filme, leckere Pasta und Weiteres

20 Uhr Lesung Der Schriftsteller und Journalist Helmut Höge war u.a. über zwei Jahre in einem Kunstprojekt über europäische Produktivgenossenschaften verstrickt, hat in diversen Kommunen gelebt und arbeitet für die taz und Junge Welt.
Er wird über Kollektive sprechen.

22 Uhr Live Sookee (HipHop) // gladbeck city bombing (ElectroQueerPunkPerformance)

24 Uhr Dance, entweder > DJ Shuffle (80s, 90s,Punk, Ska, Rock) DJ Swantje und DJ Cisnita.

oder anja zaube (brothers in music) // por.no (lisa simpsons dream) // -iaac- (stromperlen, ://about blank) // yellowman57 (the electric dog, urban echoes) // barbara hofmann (the electric dog, urban echoes)

://about blank Markgrafendamm 24c // Ostkreuz // http://aboutparty.net

BLU: BIG BANG BIG BOOM

BIG BANG BIG BOOM – the new wall-painted animation by BLU from blu on Vimeo.

via 5dimension

Übungsladen fürs Bio-Prekariat

Es ist Sommer in Nord-Neukölln, und ich wünsche mir nichts sehnlicher herbei, als eine repräsentative Gruppe prügelnder Freibad-Jugendlicher. Ich könnte sie gut gebrauchen, denn vor meiner Wohnung tobt ein ganz anderer Kampf. Touristen, Bio-Miliz und jene, die sie wittern, drängen den Stadtteil an den Arsch der Hölle zur Gentrifizierung. Da darf man nicht lange fackeln, da müssen schnell empfindliche Strafen her, damit hier keine Parallelgesellschaften entstehen.

Das Erste, wo die gewalt-toleranten Jugendlichen Hand anlegen könnten, wären die Ausflugsdampfer auf dem Landwehrkanal. Nicht alle, nur die mit dem automatisierten Tonband, das genau vor meinem Balkon sagt: „Die doppelte Anzahl, also 20 Personen …“, um dann auf der Höhe des Wohnzimmers fortzusetzen: „… denn eine solche Sitzung nimmt im Durchschnitt fünf Minuten …“ und schließlich in der Küche hinzuzufügen: „…inklusive Ordnung der Kleider“.

Ich habe lange gebraucht um rauszufinden, worum es hier geht – und seitdem ich es weiß, ist es noch schlimmer: Es geht um Plumpsklos in früheren Arbeiterhäusern im Allgemeinen und um die Stuhlgangdauer im Besonderen, angereichert mit Zahlen und Fakten. Morgen werde ich die Betreiber anrufen, vielleicht können sie ihr Band dieses Jahr ein bisschen früher oder später starten, so dass die Informationen auch mal anderen Anwohnern beim Frühstück zugute kommen. Wenn nichts passiert, kann ich immer noch ein Transparent raushängen: „Ich brauche länger!“

Mein Balkon liegt über dem Maybachufer Markt, den das Fähren-Tonband „Klein-Istanbul“ nennt, was sie bei der Reorganisation ihrer Aufnahme gleich in „Klein-Loneley-Planet“ umbenennen könnten, und an dem es nun auch Bio-Gemüse, Bio-Chai-Lattes, Bio-Massagen und Bio-Musikanten zu kaufen gibt.

Der erste Bioladen Nord-Neuköllns wirbt damit, dass ein Brot hier nicht nur 2,80 Euro kostet, sondern gleichzeitig 2,50 Euro, damit auch arme Menschen sich Bio leisten können. Auch sonst ist der Laden etwas ganz Besonderes: eine „Übungsfirma“ für „Berufsrückkehrer und Einsteiger“, so steht es an der Schaufensterscheibe. Das Tolle an dieser Übungsfirma ist, dass sie im Kiez „Arbeitsplätze“ schafft. Nun gibt es allerhand einzuwenden gegen Arbeitsplätze: Allein das frühe Aufstehen, der wenige Urlaub, doofe Chefs und nervige Kollegen … Das Einzige, was nicht als ganz so schlecht an Arbeitsplätzen gelten kann, ist, dass man dafür Lohn bekommt (natürlich nicht so viel, wie man erarbeitet hat, versteht sich). Der Nord-Neuköllner Bioladen aber ist ein „soziales Projekt“, so steht es auf dem Schild, und als solches hat es diesen entscheidenden Vorteil von Arbeitsplätzen – sagen wir mal – nicht nötig: „Alle, die hier arbeiten, sind Ehrenamtliche und Praktikanten.“ Man kann hier üben, ganz ohne Geld zu arbeiten, das wird sicher in Zukunft eine nicht zu verachtende Kernkompetenz.

Das soziale Projekt ist jedoch „zurzeit leider ohne Fördergelder“. Das ist in der Tat skandalös. Sollten nicht in Zeiten der weltweiten Krise gerade solche Projekte gefördert werden? Von ganz oben? Von der EU oder der Weltbank? Vielleicht sollten aber auch die Berufsrückkehrer etwas dafür bezahlen, dass sie in den Beruf, äh … fast, also, vielleicht, bestimmt, ganz bald, irgendwann zurückkehren. Vielleicht würde das Ohne-Lohn-Arbeiten auch viel mehr wertgeschätzt, wenn man dafür bezahlen müsste. Und Wertschätzung kann der Bioladen immer brauchen: „Um unsere langen Öffnungszeiten zu gewährleisten, suchen wir dringend noch engagierte Menschen, die unser Projekt unterstützen.“ Auch „interessante Ideen und Anregungen sind willkommen.“ Ich will der Kreativität an dieser Stelle nicht zu viel vorgeben (und mich nicht strafbar machen), aber vielleicht fallen Ihnen, liebe Leser, da auch ganz spontane, interessante Ideen ein.

Morgen früh werde ich ein Bio-Brot für arme Menschen kaufen, von meinem Übungsgehalt für Übungsartikel in diversen Übungszeitschriften. Dafür gehe ich zum Bäcker an der Ecke, der sich inzwischen auch das offizielle sechseckige Bio-Siegel auf die Scheibe geklebt hat. Es ist billiger da und geht schneller. Für die Fährenbetreiber und an meine Nachwelt: fünf Minuten. Inklusive Ordnung der Kleider.

Von Ellen Wesemüller, Berliner Zeitung vom 27. August

2. Hedonistische Wohnungsbesichtigungs-Rallye Berlin

Bremen: 3.Oktober!

Hedonistische Wohnungsbesichtigungs-Rallye Berlin-Friedrichshain

Köln: Sparkasse setzt auf Eskalation

Am Freitag den 30. Juli um 21 Uhr wurde dem Autonomen Zentrum in der Wiersbergstraße in Köln-Kalk der Strom abgestellt. In der nächsten Woche sind Bauarbeiten an den Versorgungsleitungen zum ehemaligen KHD-Gebäude angekündigt worden, welche die Wasserzufuhr dauerhaft unterbrechen sollen.

Nachdem in der vorherigen Woche Vertreter von Bauamt, Feuerwehr und Rheinenergie feststellten, dass das Gebäude prinzipiell für eine Nutzung als Autonomes Zentrum geeignet sei und eine Gefahr für Leib und Leben, wie von der Sparkasse Köln-Bonn behauptet, nicht bestehe, wird nun versucht den Betrieb des Zentrums durch die Hintertür zu unterbinden. Die Nutzer_innen hatten bereits zu Beginn der Besetzung im April angekündigt, dass sie die anfallenden Nebenkosten übernehmen wollen. Für die ersten 3 Monate wurde von den Besetzer_innen 200,- € an die Savor GmbH, die Eigentümerin des Gebäudes und Tochterfirma der Sparkasse ist, gezahlt. Die Aktivistin Anna aus dem besetzen Haus sagt dazu: “Dieser Betrag konnte von uns nur geschätzt werden, da die Sparkasse und Ihre Tochter Savor GmbH nicht dazu bereit waren mit uns zu sprechen.“ Die Immobilienfirma hat derzeit keine Verwendung für das Gebäude. Da kein Nutzungsplan für das Gelände existiert, ist mit einem jahrelangen Leerstand zu rechnen.

Anna kommentiert: „Nachdem die Ausreden über angebliche Baumängel des Gebäudes sich in Luft aufgelöst haben, versucht die Sparkasse nun mit brachialen Mitteln das Zentrum auszuhungern. Wir werden uns durch diese mittelalterlichen Methoden nicht davon abbringen lassen, in Köln ein Autonomes Zentrum zu schaffen. Wir fordern Stadt und Sparkasse auf, endlich in konkrete Verhandlungen zu treten anstatt auf Eskalation und somit Gewalt zu setzen.“ Die Bezirksvertretung Kalk hatte bereits Anfang Juli mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linkspartei beschlossen, sich für Verhandlungen über eine Zwischennutzung des Gebäudes einzusetzen.

Das Autonome Zentrum wird seinen Betrieb unbeeindruckt fortsetzen. Die für den heutigen Samstag geplante Party „100 Nächte AZ“ wird wie angekündigt stattfinden. Der Aktivist Arthur erklärt dazu: „Wir werden am Samstag die Auflagen des Bauamtes für die Party erfüllen. Eine dauerhafte Abschaltung von Strom und Wasser ist allerdings keine Maßnahme, die der Sorge um die Gesundheit und das Wohlergehen der Nutzer_innen des Zentrums Rechnung trägt. Wir fordern die Verantwortlichen auf, die Wasserversorgung zu erhalten und die Stromzufuhr sofort wiederherzustellen.“

via http://unsersquat.blogsport.eu

5.August: Räumung des Linienhofes verhindern!

Der Linienhof ist einer der letzten „Freiräume“ in Berlin- Mitte. Das Projekt existiert seit 1991 und wurde von mehreren linken Gruppen zu verschiedenen Zwecken genutzt. Seit vielen Jahren befinden sich dort vor allem selbstverwaltete, offene Werkstätten. Vor drei Jahren wurde das Gelände von einer „Bauherrengemeinschaft“ erworben, die sich dort ein Wohnhaus bauen wollen, ein sog. „Mehrgenerationenprojekt“. Diese Gruppe setzt sich zusammen aus der künstlerischen Direktorin der Kulturstiftung des Bundes Hortensia Völckers, dem freien Journalisten und Globalisierungskritiker Mathias Greffrath und der „alternativen“ Architektin Anne Lampen. Diese Baugruppe wusste von Anfang an, um was für ein Gelände bzw. Projekt es sich handelt und will dieses nun zerstören. Am 22.07. erreichte die Nutzer_innen eine „höfliche“ Räumungsankündigung. Am 3.08. um 8:00 Uhr will Herr Greffrath das Gelände mit einer Baufirma betreten und am 5.08. mit den „Erdarbeiten“ beginnen. Bis dahin solle der Hof leergeräumt sein, sonst würde es teuer. Wir haben natürlich nicht vor „das Gelände“ einfach so zu verlassen und so einen der „letzten Freiräume“ in Mitte aufzugeben. Deswegen laden wir euch ein am Sonntag den 31.7. um 18 Uhr zu einem InfoTreffen im Linienhof, um die Strategie für Dienstag und Donnerstag gemeinsam zu besprechen.

LINIENHOF BLEIBT!!

Linienhof
Kleine Rosenthalerstraße 9/10
Berlin Mitte

Kontakt und Infos: alle-infos@web.de
015787277057

oder für direkte Nachfragen bei der Baugruppe:
Mathias Greffrath, Oranienstr. 173

via wba

Polizeigewalt – Der Fall Paul B.


via medium & parallaxe

Militanz oder Mackerrandale!

Militanz oder Mackerrandale? ist der Titel eines Indymedia-Artikels, der nun auch schon auf einigen Blogs gespiegelt wurde. In diesem Beitrag beschweren sich einige Menschen über die ihrer Meinung nach nicht gerechtfertigte Kritik an Pseudoriots vor linken Hausprojekten. Ihre Argumentation ist genauso schlicht wie falsch: Weil die linken Hausprojekte ja im Falle von staatlichen Angriffen (z.B. Räumung) auch eine militante Verteidigung für richtig halten, müßten sie auch jeden besoffenen Deppen vor ihrem Hoftor randalieren lassen. Das ganze wird dann romantisch als „subversives Gebräu“ verklärt. „Wer nur feiern will“ solle sich „in Städten wie Berlin und Hamburg“ beim restlichen angeblich „riesigen Angebot“ vergnügen und nicht „die wenigen Orte an denen die Grundvoraussetzugen für Widerstand vorliegen (…) befrieden“. Angeblich werden die betroffenen Parties und Projekte auch in der Regel nach solchen Aktionen nicht von der Polizei behelligt und überhaupt machen cops ja auch so immer Stress, weshalb man sie auch gleich vor Ort angreifen kann. Soweit so dumm. Wenns nicht kracht, ist es kein Widerstand. Wer einfach nur Bock auf ne linke Soliparty ohne Bullenstress hat, gehört quasie schon zur Konterrevolution. Und die vielen Beispiele, wo Partygäste und Hausbewohner_innen für die 5 Minuten Ruhm der Riotatzen bluten mußten, werden gleich ganz ausgespart. Was dann noch in den Kommentaren abgeht, gehört hoffentlich zu dem, wie sich Staatsschutz und Nazis die Zeit vertreiben…
Warum diese Riotatzen sich Politik eigentlich NUR noch als gewalttätiges Spektakel vorstellen können, warum sie jedes solidarische Verantwortungsbewußtsein für andere Menschen vermissen lassen und noch nichtmal strategische Erwägungen in ihre Überlegungen einbeziehen, sich aber trotzdem als die linkesten der Linken begreifen, ist ein Geheimnis das wohl nur ein Psychoanalytiker lüften kann.

So geil ist Kotzen dann auch wieder nicht …

Ein Tag am See, die Sonne knallt und alles scheint in Ordnung. Bis es mal wieder heißt: Wer hat Geld für das nächste Bier? Warum aber der All-Inklusive-Urlaub im Süden eben nicht der Kommunismus ist, Konkurrenz das ganze Jahr nervt und niemand 20 Flaschen Wodka trinken würde, nur weils nichts kostet, erfahrt ihr bei der ersten Runde von „Wissen macht K! unplugged“.
Gespräche und Diskussionen zu den restlichen Argumenten gegen Argumente gegen den Kommunismus werden in den nächsten Wochen und Monaten hochgeladen.
Umsonst by communismesucre

I Read Some Marx (And I Liked It)

ICH MARX EINFACHER – „DAS KAPITAL“ FÜR EINSTEIGER_INNEN:

Streetart Berlin

schwarz-rot-gold


k.i.z. verarschen in „biergarten eden“ die deutschen fußballpatrioten und die meisten von denen sind sogar zu dumm um das zu checken!