Archiv für Januar 2011

kraftvolle Demo für die Liebig14

Am Sonnabend fand in Berlin eine sehr kraftvolle Demonstration für den Erhalt der Liebigstraße 14 statt. 2000-3000 Menschen zogen vom Kottbusser Tor in Kreuzberg zur Liebigstraße in Friedrichshain. Eigentlich sollte die Demo von dort noch weiter zum Boxhagener Platz gehen, wurde aber nach schweren Auseinandersetzungen mit den cops für beendet erklärt. Diese ließen ihren Frust über diverse direkte Aktionen gegen sie im Laufe der Demo an den ehemaligen Versammlungsteilnehmer_innen auf dem Dorfplatz aus und rockten immer wieder brutal in die Menge um einzelne festzunehmen.
Nachdem die Demo in Kreuzberg flott, laut und friedlich verlaufen war, gab es kurz nach der Oberbaumbrücke diverse Wurfgeschosse in den weitläufigen Bullen-Kordon rings um den Sitz des Liegenschaftsfonds und eine kurze Zwischenkundgebung am U-Bahnnhof Warschauer Straße. Dann ging es mit etwas mehr Bullenbegleitung, die nun auch Helme trugen, weiter Richtung Frankfurter Tor. Kurz davor gab es einen Sprint der gesamten Demo, der ordentlich für Stimmung sorgte und dann wurden wohl zwei cops der als Schlägereinheit bekannten 23er aus der Demo herraus angegriffen und vermöbelt, was für einen kurzen Stopp und das Eingreifen von dutzenden Riotcops führt, die wohl auch eine Person festgenommen haben.
Bis zur Liebig- Ecke Rigaer Straße bleib es dann ruhig und ab Bersarinplatz zogen sich auch die Seitenspalier-cops zurück. An der Liebig 14 angekommen gab es dann erstmal ein rießen Feuerwerk von diversen Häusern und aus der Demo. Es wurden Redebeiträge von einem der Balkone der Liebig14 verlesen und schließlich wurden wohl in der Rigaer Straße Barrikaden errichtet und die cops massiv mit Steinen und Pyrotechnik angegriffen. Videoaufnahmen dazu gibt es in der RBB-Abendschau.
Liebig 14 bleibt
Eine mögliche Räumung der Liebig14 am Mittwoch wird diesen Senat auf jeden Fall einiges kosten…

HEUTE: Demonstration für die Liebig14

Nachdem gestern bereits ca. 1000 Menschen gegen die Polizei demonstriert haben, werden heute um 15 Uhr in Kreuzberg startend nochmal mehr Menschen gegen die anstehende Räumung der Liebigstraße 14 auf die Straße gehen. In den letzten Tagen gab es bereits vielfältige Aktionen für die Liebig14!

Staat.Nation.Räumung.Scheisse.

Liebig (14) und die Sabo-Tiere


LIEBIG 14 BLEIBT!!!

sweet dreams – straßen aus zucker statt kapitalismus

„So naiv es heute auch erscheint, von Revolution zu sprechen, so viel dümmer ist es doch, seine ganzen Fähigkeiten darauf zu verschwenden, sich mit dem schlechten Bestehenden zu arrangieren, wo doch die globale Entwicklung des Kapitalismus jeder Bestimmung vernünftiger Zwecke spottet.“

via communisme.blogsport.de

Demo: Liebig14 bleibt!

Am 02.02.2011 werden die Bullen versuchen das Hausprojekt Liebig 14 in Berlin Friedrichshain zu räumen – da verstehen wir gar keinen Spaß. Die drohende Räumung der Liebig 14 ist ein Angriff auf uns alle und wir haben nicht vor dies ohne Weiteres hinzunehmen! Deshalb werden wir am 29.01.2011 mit einer kraftvollen Demo unsere Wut auf die Straße tragen.:
Liebigstraße 14

Montag: Sarrazin aus der TU-Berlin „begleiten“!

Gegen Rassismus und Sozialchauvinismus!
sarrazin maul

Am Montag, den 24.1., soll Thilo Sarrazin auf Einladung von Prof. Dr. Klaus-Dirk Henke in der Lehrveranstaltung „Öffentliche Finanzen II“ über „Zuwanderung und Integration“ (das 7. Kapitel seines Buches) an der Technischen Universität Berlin vor Studierenden sprechen.
Verantwortlich zeigt sich das Institut für Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsrecht (Fakultät VII) bzw. der Fachbereich Finanzwissenschaft und Gesundheitsökonomie dessen Leiter Prof. Henke ist. Schon im Oktober wurde die Veranstaltung als besonderes Bonbon im Seminar angekündigt. Das TU-Präsidium ist über die Veranstaltung informiert.

Termin:
24.1.2011
14.15 – 15.45 Uhr
Raum A141 im Architekturgebäude, Straße des 17. Juni 152 (am Ernst-Reuter-Platz)

Vorbereitungsabend
Zum Umgang damit kann man sich in der Zwille gemeinsam Gedanken machen. 20.1. um 18.00 Uhr in der Zwille (Offener Raum an der TU Berlin, Fasanenstr. 1, Z-Gebäude, 3. OG). Mit Vokü, Cocktails und veganen Waffeln.

via stressfaktor

Liebig14-Stencil

liebig bleibt
http://liebig14.blogsport.de

Räumungstermin für Liebig 14

„Heute, am 10.01.2011 ist für alle Wohnungen des Hausprojektes in der Liebigstraße 14 in Berlin-Friedrichshain ein schriftlicher Räumungsbescheid eingegangen, der am 02.02.2011 um 8:00 Uhr zur Vollstreckung angesetzt worden ist.

Die verlorenen Prozesse und das Versagen der Politik!

Der Räumungsbescheid für unser Wohnprojekt ist die Folge eines beinahe vierjährigen Rechtsstreites um die Kündigung sämtlicher (!) Wohnungen zwischen den Bewohner_innen des Hausprojektes und den Eigentümern Suitbert Beulker (ebenfalls Eigentümer des Hausprojektes in der Rigaerstr. 94) und Edwin Thöne, seines Zeichens Geschäftsführer des Kinderschutzbund Unna.
Vorgeschobener Grund der Kündigungen war neben dem Heraushängen von Transparenten und Beleidigungen gegen Beulker der Einbau einer Zwischentür im Treppenhaus.
(Wen die juristische Posse interessiert: http://de.indymedia.org/2008/10/228470.shtml)

Versuche, mit Berliner Bezirks- und Senatspolitiker_innen eine legale Lösung für den Verbleib unseres Hausprojektes zu finden oder mit Hilfe einer Stiftung das Haus zu kaufen, scheiterten.
Das lag zum Einen daran, dass die Politiker_innen Kompetenzen von sich gewiesen haben, auf unsere Situation Einfluss nehmen zu können. Zum Anderen glänzten verantwortliche Senatspolitiker_innen vielfach durch Abwesenheit. So zum Beispiel unser viel geliebter Senator für Inneres, Erhard Körting oder die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, die seit Jahren eine aggressive, neoliberale Wohnungspolitik verfolgt und zum Beispiel die Mietzuschüsse des Senats für Hartz 4 Empfänger_innen abgeschafft hat.
Auch Holger Lippmann, Geschäftsführer des Berliner Liegenschaftsfonds, weigerte sich bis zum Schluss, ernsthaft über ein Ersatzobjekt zu verhandeln.
Begleitet wurde all dies von verschiedensten erfolgreichen Aktionen, von bunt bis schwarz, von laut bis klammheimlich. Daran gilt es anzuknüpfen.

Die Häuser denen die drin leben!

Denn wir sind nicht die einzigen, die von Zwangsumzügen, Räumungen und dem ganzen Aufwärtungs-Kladderadatsch betroffen sind. Neben dem Kampf um die wenigen verbliebenen selbstverwalteten Freiräume (so z.B. die Rigaer 94, Köpi bei uns um die Ecke, aber auch die Squater_innen in Amsterdam und überall sonst) sind vor allem in Berlin immer mehr Menschen von steigenden Mieten betroffen und verlieren ihre Wohnungen und ihr soziales Umfeld.
Ihnen gilt unsere Solidarität und Unterstützung.

KOMMT ZUR AVV AM 14.01.2011 UM 19:30 IM BETHANIEN!

HALTET AUGEN UND OHREN OFFEN UND CHECKT REGELMÄSSIG UNSEREN BLOG (www.liebig14.blogsport.de)!!

SEID KREATIV, ORGANISIERT EUCH UND HAUT AUF DEN PUTZ!

SOLIDARITÄT IST EINE WAFFE!!!

mehr infos gibt es natürlich hier!