Archiv für Juli 2010

Köln: Sparkasse setzt auf Eskalation

Am Freitag den 30. Juli um 21 Uhr wurde dem Autonomen Zentrum in der Wiersbergstraße in Köln-Kalk der Strom abgestellt. In der nächsten Woche sind Bauarbeiten an den Versorgungsleitungen zum ehemaligen KHD-Gebäude angekündigt worden, welche die Wasserzufuhr dauerhaft unterbrechen sollen.

Nachdem in der vorherigen Woche Vertreter von Bauamt, Feuerwehr und Rheinenergie feststellten, dass das Gebäude prinzipiell für eine Nutzung als Autonomes Zentrum geeignet sei und eine Gefahr für Leib und Leben, wie von der Sparkasse Köln-Bonn behauptet, nicht bestehe, wird nun versucht den Betrieb des Zentrums durch die Hintertür zu unterbinden. Die Nutzer_innen hatten bereits zu Beginn der Besetzung im April angekündigt, dass sie die anfallenden Nebenkosten übernehmen wollen. Für die ersten 3 Monate wurde von den Besetzer_innen 200,- € an die Savor GmbH, die Eigentümerin des Gebäudes und Tochterfirma der Sparkasse ist, gezahlt. Die Aktivistin Anna aus dem besetzen Haus sagt dazu: “Dieser Betrag konnte von uns nur geschätzt werden, da die Sparkasse und Ihre Tochter Savor GmbH nicht dazu bereit waren mit uns zu sprechen.“ Die Immobilienfirma hat derzeit keine Verwendung für das Gebäude. Da kein Nutzungsplan für das Gelände existiert, ist mit einem jahrelangen Leerstand zu rechnen.

Anna kommentiert: „Nachdem die Ausreden über angebliche Baumängel des Gebäudes sich in Luft aufgelöst haben, versucht die Sparkasse nun mit brachialen Mitteln das Zentrum auszuhungern. Wir werden uns durch diese mittelalterlichen Methoden nicht davon abbringen lassen, in Köln ein Autonomes Zentrum zu schaffen. Wir fordern Stadt und Sparkasse auf, endlich in konkrete Verhandlungen zu treten anstatt auf Eskalation und somit Gewalt zu setzen.“ Die Bezirksvertretung Kalk hatte bereits Anfang Juli mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linkspartei beschlossen, sich für Verhandlungen über eine Zwischennutzung des Gebäudes einzusetzen.

Das Autonome Zentrum wird seinen Betrieb unbeeindruckt fortsetzen. Die für den heutigen Samstag geplante Party „100 Nächte AZ“ wird wie angekündigt stattfinden. Der Aktivist Arthur erklärt dazu: „Wir werden am Samstag die Auflagen des Bauamtes für die Party erfüllen. Eine dauerhafte Abschaltung von Strom und Wasser ist allerdings keine Maßnahme, die der Sorge um die Gesundheit und das Wohlergehen der Nutzer_innen des Zentrums Rechnung trägt. Wir fordern die Verantwortlichen auf, die Wasserversorgung zu erhalten und die Stromzufuhr sofort wiederherzustellen.“

via http://unsersquat.blogsport.eu

5.August: Räumung des Linienhofes verhindern!

Der Linienhof ist einer der letzten „Freiräume“ in Berlin- Mitte. Das Projekt existiert seit 1991 und wurde von mehreren linken Gruppen zu verschiedenen Zwecken genutzt. Seit vielen Jahren befinden sich dort vor allem selbstverwaltete, offene Werkstätten. Vor drei Jahren wurde das Gelände von einer „Bauherrengemeinschaft“ erworben, die sich dort ein Wohnhaus bauen wollen, ein sog. „Mehrgenerationenprojekt“. Diese Gruppe setzt sich zusammen aus der künstlerischen Direktorin der Kulturstiftung des Bundes Hortensia Völckers, dem freien Journalisten und Globalisierungskritiker Mathias Greffrath und der „alternativen“ Architektin Anne Lampen. Diese Baugruppe wusste von Anfang an, um was für ein Gelände bzw. Projekt es sich handelt und will dieses nun zerstören. Am 22.07. erreichte die Nutzer_innen eine „höfliche“ Räumungsankündigung. Am 3.08. um 8:00 Uhr will Herr Greffrath das Gelände mit einer Baufirma betreten und am 5.08. mit den „Erdarbeiten“ beginnen. Bis dahin solle der Hof leergeräumt sein, sonst würde es teuer. Wir haben natürlich nicht vor „das Gelände“ einfach so zu verlassen und so einen der „letzten Freiräume“ in Mitte aufzugeben. Deswegen laden wir euch ein am Sonntag den 31.7. um 18 Uhr zu einem InfoTreffen im Linienhof, um die Strategie für Dienstag und Donnerstag gemeinsam zu besprechen.

LINIENHOF BLEIBT!!

Linienhof
Kleine Rosenthalerstraße 9/10
Berlin Mitte

Kontakt und Infos: alle-infos@web.de
015787277057

oder für direkte Nachfragen bei der Baugruppe:
Mathias Greffrath, Oranienstr. 173

via wba

Polizeigewalt – Der Fall Paul B.


via medium & parallaxe

Militanz oder Mackerrandale!

Militanz oder Mackerrandale? ist der Titel eines Indymedia-Artikels, der nun auch schon auf einigen Blogs gespiegelt wurde. In diesem Beitrag beschweren sich einige Menschen über die ihrer Meinung nach nicht gerechtfertigte Kritik an Pseudoriots vor linken Hausprojekten. Ihre Argumentation ist genauso schlicht wie falsch: Weil die linken Hausprojekte ja im Falle von staatlichen Angriffen (z.B. Räumung) auch eine militante Verteidigung für richtig halten, müßten sie auch jeden besoffenen Deppen vor ihrem Hoftor randalieren lassen. Das ganze wird dann romantisch als „subversives Gebräu“ verklärt. „Wer nur feiern will“ solle sich „in Städten wie Berlin und Hamburg“ beim restlichen angeblich „riesigen Angebot“ vergnügen und nicht „die wenigen Orte an denen die Grundvoraussetzugen für Widerstand vorliegen (…) befrieden“. Angeblich werden die betroffenen Parties und Projekte auch in der Regel nach solchen Aktionen nicht von der Polizei behelligt und überhaupt machen cops ja auch so immer Stress, weshalb man sie auch gleich vor Ort angreifen kann. Soweit so dumm. Wenns nicht kracht, ist es kein Widerstand. Wer einfach nur Bock auf ne linke Soliparty ohne Bullenstress hat, gehört quasie schon zur Konterrevolution. Und die vielen Beispiele, wo Partygäste und Hausbewohner_innen für die 5 Minuten Ruhm der Riotatzen bluten mußten, werden gleich ganz ausgespart. Was dann noch in den Kommentaren abgeht, gehört hoffentlich zu dem, wie sich Staatsschutz und Nazis die Zeit vertreiben…
Warum diese Riotatzen sich Politik eigentlich NUR noch als gewalttätiges Spektakel vorstellen können, warum sie jedes solidarische Verantwortungsbewußtsein für andere Menschen vermissen lassen und noch nichtmal strategische Erwägungen in ihre Überlegungen einbeziehen, sich aber trotzdem als die linkesten der Linken begreifen, ist ein Geheimnis das wohl nur ein Psychoanalytiker lüften kann.

So geil ist Kotzen dann auch wieder nicht …

Ein Tag am See, die Sonne knallt und alles scheint in Ordnung. Bis es mal wieder heißt: Wer hat Geld für das nächste Bier? Warum aber der All-Inklusive-Urlaub im Süden eben nicht der Kommunismus ist, Konkurrenz das ganze Jahr nervt und niemand 20 Flaschen Wodka trinken würde, nur weils nichts kostet, erfahrt ihr bei der ersten Runde von „Wissen macht K! unplugged“.
Gespräche und Diskussionen zu den restlichen Argumenten gegen Argumente gegen den Kommunismus werden in den nächsten Wochen und Monaten hochgeladen.
Umsonst by communismesucre

cops vs. bank

irgendwie ist es schon fast lustig, was die berliner bullen da abziehen, aber eben nur irgendwie:

[Berlin] „Dorfplatz“ demontiert
Heute morgen (19.07.10) wurden die Bänke auf dem Gehweg der Liebigstraße/Ecke Rigaer Straße durch die Berliner Polizei zerstört.
Es begann vor ca. 2 Wochen, als Mitarbeiter_innen des Ordnungsamtes den Gehweg an der Liebigstraße Ecke Rigaer Straße (bekannt als Dorfplatz) begutachteten. Auf Nachfrage wurde erklärt, es sei eine Beschwerde gegen die herumstehenden Möbel eingegangen.

In der Nacht vom 14. auf den 15.07. fuhr eine Zivistreife vor, aus der 4 Bullen in voller Montur aussiegen und anfingen Stühle kaputtzuschlagen und auf die im Boden eingelassenen Bänke einzutreten. Sie versuchten herumsitzenden Personen Platzverweise zu erteilen, zu ihrer eigenen Frustration mussten sie jedoch feststellen, dass sich lediglich in der Liebig 34 gemeldete Peronen dort aufhielten.Auf die Frage was die ganze Aktion solle kam die Antwort „Dreck zu Dreck“.

Wie bereits berichtet (http://de.indymedia.org/2010/07/286339.shtml?c=on#c665165) wurden sämtliche nicht befestigte Möbel während des Straßenfestes am 17.07. entwendet.

Am heutigen Morgen (19.07.) gegen 9.00 Uhr steuerte eine Wanne der 22. EHU auf den Parkplatz vor der Liebig 34 zu. Mit Brecheisen machten sich die ausgestiegenen Bullen (wie immer gesichert durch Kampfanzug und Helm) daran o.g. Bänke auseinanderzunehmen. Die Entsorgung übernahm die BSR.Zeitgleich begannen Mitarbeiter_innen einer Straßenmarkierungsfirma die Straßenmalereien sowie den Zebrastreifen auf der Rigaer Straße mit schwarzer Farbe zu übermalen.Nach zwei gerissenen Seilen und drei Versuchen wurden die im Boden einbetonierten Füße der Bänke mit Hilfe der Wanne aus dem Boden gerissen und hinterließen tiefe Löcher, die weder gefüllt noch gesichert wurden.

Während der ganzen Aktion wurde die Straße und das Haus von den Bullen abgefilmt; Trotz blauem Himmel kam es zu vereinzelten Platzregenschauern über den Köpfen des Demontagetrupps.

Scheinbar ist die Berliner Polizei davon überzeugt, dass sich da wo keine Bänke stehen auch keine Menschen mehr treffen…“
keine bank am dorfplatz

Quelle…

I Read Some Marx (And I Liked It)

ICH MARX EINFACHER – „DAS KAPITAL“ FÜR EINSTEIGER_INNEN:

Streetart Berlin

schwarz-rot-gold


k.i.z. verarschen in „biergarten eden“ die deutschen fußballpatrioten und die meisten von denen sind sogar zu dumm um das zu checken!